Gib ständig alle deine Sorgen ab!
Sorgt euch um nichts: Alles abgeben. Es gibt keine Sorge, die Jesus nicht will. In jeder Lage: Jesus ist der Meister in jedem Bereich. Er kennt sich überall aus. Er ist der Experte auf allen Lebensgebieten: Hausbau, Buchhaltung, Computer, Psychologie, Rechtsanwalt, Landwirtschaft.
Das bedeutet nicht, dass wir keine „irdischen“ Experten brauchen. Er kann uns
direkt oder durch andere Menschen helfen.
Durch Gebet und Fürbitte: Die „Methode“ des Abgebens ist das Gebet. Es gibt keine andere. Auch im Computerzeitalter verzichtet Jesus nicht auf die persönliche Beziehung. In 1Petr 5,7 wird das Abgeben als Werfen formuliert. Wir werfen Jesus unseren ganzen Sorgenrucksack vor die Füße! Verheißung 1Petr 5,7: Er kümmert sich um euch!
Wichtig: Du musst nicht nur die einzelnen Sorgen abgeben, sondern auch deine Vorstellungen darüber, wie Jesus sich darum kümmern soll! Das ist oft das Problem, warum die gleichen Sorgen uns immer wieder belasten: Beim Abgeben der Sorgen machen wir Vorschläge, was Gott unserer Meinung nach tun soll. Und wenn es dann nicht so geschieht, sind wir enttäuscht und kümmern uns wieder selbst darum. Das ist Unglaube! Abgeben heißt völlig loslassen!
Laut werden: Er will, dass wir unsere Sorgen formulieren. Das laute Gebet ist eine Hilfe für uns und nicht in erster Linie für Gott. Er vernimmt Beten unabhängig davon wie es zum Ausdruck kommt! Es kommt auch nicht auf Wortwahl und Grammatik oder Dialekt an.
Meine Aktivität besteht darin, dass ich zu Jesus gehe. Ich muss zu ihm kommen. Er reißt unsere Sorgen nicht mit Gewalt von uns weg, aber er hört jeden Seufzer einer belasteten Seele (Mt 11,28). Er will uns Ruhe und Frieden geben!
Das Abgeben ist keine einmalige Sache, sondern eine ständige Übung. Die Sorgen wechseln, aber die übernehmende Person nicht! Das Abgeben ist auch nicht immer einfach. Wir sind Menschen mit Emotionen und wenn uns eine Sorge trifft, dann müssen wir das zuerst einmal verkraften. Persönliche Erfahrung: Die hartnäckigsten Sorgen sind die um die eigenen Kinder, auch wenn sie erwachsen sind. Besonders wenn es Probleme gibt in irgendeiner Form. Dann steht man ständig in der Spannung zwischen aktivem Eingreifen und vertrauendem
Loslassen. Aber immer ist die Sorge in Gedanken gegenwärtig und das Abgeben
muss immer wieder neu vollzogen werden.
Werde dir der Hilfe Gottes bewusst!
Gott weiß schon, was wir brauchen, bevor wir ihn darum bitten (Mt 6,8). Das zeigt seine Allwissenheit und Allmacht. Gott kennt unser Leben ganz genau. Er kennt unsere Gegenwart und unsere Zukunft. An der Hand des Vaters bin ich sicher und geborgen.
Gottes Friede ist größer als unser Denken und Verstehen. Für ihn ist es kein Widerspruch, trotz ungelöster Probleme innerlich ruhig und unbelastet von Sorgen zu sein. Das ist ein gewaltiges Privileg, das wir als Christen gegenüber Nichtchristen haben. Viele Nichtchristen versuchen, ihre Sorgen im Alkohol oder in einem ausschweifenden Lebensstil zu ertränken - aber das ist sinnlos: Sorgen können schwimmen!
Gott bringt dich ans Ziel. Er erfüllt seine Verheißungen. Ganz egal, was noch auf mich zukommt, Hauptsache ich bin einmal bei ihm. Und wenn mein ganzes Leben den Bach runter geht, ich halte an Jesus fest. Wohin sollte ich sonst gehen? Es gibt keine echte Alternative zum Christsein.
Widerstehe dem Sorgengeist, wenn du den Eindruck hast, dass Satan dich damit angreift (vgl. 2Kor 10,4-5). Sorgen können ein Teil geistlicher Kriegsführung sein. Satan versucht, uns mit Sorgen zu beladen, um uns zu beschäftigen und abzulenken von dem, was wichtig ist. (Bsp. Wanzen)
Richte deinen Gedanken auf Gutes!
Das Sorgen spielt sich vor allem im Denken ab. Unser Ziel ist nicht die Gedankenleere, sondern unsere Gedanken auf Gutes zu lenken:
Phil 4,8 Richtet eure Gedanken ganz auf die Dinge, die wahr und achtenswert, gerecht, rein und liebenswert sind und allgemeine Zustimmung verdienen; beschäftigt euch mit dem, was vorbildlich ist und zu Recht gelobt wird.
Die beste Medizin zur Vorbeugung gegen den Sorgengeist ist das pure Wort Gottes. Nimm es unverdünnt jeden Tag mindestens ein Mal ein und denke darüber nach. Das stärkt dein geistliches Immunsystem und gibt dir Weisheit, in schwierigen Situationen richtig zu handeln und im Chaos nicht den Überblick zu verlieren.